Schiesser Markenunterwäsche

Die Firma Schiesser wurde im Jahr 1875 gegründet und hat Ihren Sitz in Radolfzell. Sie gehört zur Schiesser Group mit dem Sitz in der Schweiz. Die Schiesser AG hat dreizehn Tochtergesellschaften, davon vier in Deutschland und die restlichen neun in anderen europäischen Ländern wie zum Beispiel in Bulgarien. Sie beschäftigt rund 1800 Mitarbeiter, 500 davon in Deutschland. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem Umsatz von 150 Millionen Euro gerechnet.

Herrenunterwäsche vom traditionellen Markenunternehmen

Schiesser ist der größte Hersteller für Unterwäsche in Deutschland. Der Name Schiesser ist weit über die Grenzen hinaus bekannt. Die Unterwäsche, sogenannte Trikotagen, wurden am Anfang auf neun Rundwebstühlen gefertigt. Das Unternehmen wuchs schnell und hatte schon bald einige Filialen in der Schweiz, aber auch in Rumänien und Fernost. Die Unterwäsche wird als Flechttrikot und Damasttrikot gefertigt. Außerdem stellt Schiesser Abhärtungswäsche aus Ramieleinen und Längsstreifen Trikotagen her. Für all diese Fertigungsarten ist Schiesser der Patentinhaber.

Schiesser – Tradition in Unterwäsche

In und nach den Kriegswirren ging es auch Schiesser nicht mehr so besonders gut. Immer mehr Arbeitsplätze mussten abgebaut und Filialen geschlossen werden. Mit der Einführung der D-Mark ging es mit der Fertigung und dem Vertrieb von Unterwäsche wieder etwas aufwärts. Es wurden viele neue Filialen eröffnet und der Umsatz stieg wieder auf 555 Millionen D-Mark an. 1993 gab es dann eine weitere Krise, diesmal auf dem Textilmarkt, was wieder viele Entlassungen zur Folge hatte und teilweise Auslagerung der Produktion von Unterwäsche nach Osteuropa. Es folgte immer wieder Personalabbau, obwohl nun auch für namhafte Unternehmen wie Mexx, Seidensticker oder Puma produziert wurde. Trotzdem und aufgrund widriger Umstände im Bereich der Investoren wurde über Schiesser 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet. Über die Gläubiger wurde aber das Traditionsunternehmen für Unterwäsche vorerst einmal erhalten, da man nicht wollte dass der Name Schiesser vom Markt verschwindet und man noch Potential im Unternehmen sah. Momentan lasten 86 Millionen Altschulden auf dem Unternehmen. 2010 wurde dann vom Ausschuss der Gläubiger beschlossen, das Unternehmen an die Börse zu führen. Man erwartet sich dadurch einen höheren Ertrag. Der Insolvenzverwalter sieht dieser Erwartung offensichtlich auch positiv entgegen. Schiesser bietet heute unterschiedliche Produktlinien an. Das ist zum Einen die ursprüngliche Produktlinie für Unterwäsche und Nachtwäsche.

Günstige Sportunterwäsche von Schiesser

Daneben gibt es die Linie Aqua für Bademoden, die Linie Sport für strapazierfähige Sportwäsche und sportliche Trikotagen und eine Linie Med, die besonders für Allergiker geeignet ist und medizinisch getestet wird. Die Produktionspalette ist umfangreich und von höchster Qualität. Die Schiesser AG hat heute Gesellschaften in West- und Osteuropa. Seit Juni 2010 bereitet der Insolvenzverwalter Volker Grub zusammen mit dem Modedesigner Wolfgang Joop den Börsengang vor. Ob der Börsengang noch dieses Jahr realisierbar ist, dazu wollte der Insolvenzverwalter keine Stellung beziehen, er denke aber, dass dies so schnell als nur möglich bewerkstelligt werden solle. Wolfgang Joop will als eventueller Anteilseigner jedoch nur als Berater für das Unternehmen in den Bereichen Marketing, Design und visueller Auftritt fungieren. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Vorhaben schnell gelingt und das bekannte und beliebte Traditionsunternehmen weiterhin erhalten bleibt.

Herrenunterwaesche

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